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HARMONISCHE
SCHWINGUNGEN
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Mein Freund Randy
Aufbruch & Verfolgungsjagd auf EUROPAs Orchesterwerke

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1) "Mein Freund Winnetou" ...
Diese Hörspielreihe habe ich zusammen mit meiner ehemaligen Verlobten gehört. Die Orginalmusik war Nhungs Lieblingsmusik, so dass ich diese MC zweimal kaufen musste. Übrigens spottbillig für 1 Euro. Die Flohmarktverkäufer waren auch Vietnamesen.
Das Stück "Aufbruch und Verfolgungsjagd" kommt in der neunten Folge "Das Mittlere Auge" ein paarmal vor.

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Beitrag von:
PHILIPP
MEVIUS
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08-02-2006

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2) "Aufbruch & Verfolgungsjagd" ...
... heißt der Track, der sich musikalisch so rein gar nicht ins Gesamtbild dieses Winnetou-Soundtracks einfügen will. Genauer gesagt: Er fällt stilistisch vollkommen aus dem Rahmen. Welcher Fan von EUROPAs Sci-Fi-Hörspielen würde darauf kommen, hier eine ihrer heißbegehrten sinfonischen Actionmusiken zu suchen?
Das besagte Stück ist häufig in der Perry-Rhodan-Serie zu hören und bei den inzwischen berühmten Drei ???. Aber auch bei Flash Gordon wurde es oft eingesetzt, z. B. am Ende der ersten Seite von Folge 4), als Prinz Barin in seinem Palast Alarm schlägt. Nicht zuletzt verhilft es aber unserem Commander Perkins und Major Hoffmann zu einem ihrer spektakulärsten und spannendesten Auftritte:
In > Das Mittlere Auge < werden die Helden mit dem Dimensionsbrecher auf Kollisionskurs mit einer Sonne geschickt, um im luftleeren Weltraum eine gefährliche Bombe zu bergen. Aufbruch & Verfolgungsjagd unterstützt die Dramatik des Geschehens auf effektvolle Art und Weise.
Wenn man die Komposition ungeschnitten und ohne eingemischte Geräuschkulisse hört, drängt sich der Eindruck auf, dass diverse Passagen einzeln nacheinander aufgenommen und später zusammengeschnitten worden sind. Auch wäre es denkbar, dass ein Overdubbing der Streichinstrumente stattgefunden hat, um das Orchester größer und voller erscheinen zu lassen. Hierfür spricht vor allem die Akustik der Aufnahme, die auf einen kleinen, hallarmen Raum hinweist, nicht aber auf einen Saal, der genügend Platz für ein mittleres Orchester böte.
Vorteil einer solchen Aufnahmetechnik wäre sicherlich, dass die Instrumente druckvoller und sehr beat-synchron klingen. Jedes Instrument wird nah am Mikrophon abgenommen, daher bleiben vielen Bassfrequenzen erhalten. Ein akustischer Hallraum wurde mit Effektgeräten im Nachhinein künstlich erzeugt.
Zu den MP3s:
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Wir haben den zwei nachfolgenden Hörproben aus dem Soundtrack noch einen Auszug aus besagtem Hörspiel vorangestellt. In der Szene werden neben Aufbruch & Verfolgungsjagd auch andere Musiken zwanglos miteinander vermischt, um der Dramaturgie der Handlung zu folgen. Ein schaurig-schönes Vertonungschaos.

Beitrag von
RANDY PEH
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28-11-2008

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aus CP 9) Das Mittlere Auge
Hörprobe 1) des Soundtracks
Hörprobe 2) des Soundtracks
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3) Cut & Paste ...
Eine interessante These, dass die Endfassung des Stückes aus Einzelteilen zusammengeschnitten sein könnte. Ich konnte zwar diesen Eindruck nach nochmaligem Hören nicht nachvollziehen, aber es gibt zumindest Indizien dafür, dass es so sein könnte.
Ein anderes orchestrales Stück, das mir aus DDF 6 am besten in Erinnerung geblieben ist (der Höhepunkt, als sich Gulliver »outet«), ist nachweislich in mehreren Abschnitten (Takes) aufgenommen worden. Das mag am Schwierigkeitsgrad der Partitur gelegen haben. Möglicherweise wollte man Kosten (= teure Aufnahmezeit) einsparen und entschied sich für mehrere Takes, anstatt das Stück immer wieder erneut komplett einzuspielen.
Ein weiteres Beispiel ist das Stück am Anfang der B-Seite von CP 9 (welches übrigens das alterierende Thema aus eurem Soundbeispiel ist). Im Zuge einer Rekonstruktion aus Hörspielschnipseln ist mir irgendwann mal aufgefallen, dass es mindestens zwei Einspielungen gegeben haben *muss*, da ich bestimmte Passagen in »verschiedener« Form entdeckt hatte - und damit meine ich nicht unterschiedliche Abmischungen oder Effekt- Overdubs, sondern eindeutig unterschiedliches Timing bei den Instrumenten.
Fazit: alle drei Stücke sind Jahrgang 1979. Ein Beweis dafür, dass »Aufbruch & Verfolgungsjagd« aus Einzeltakes zusammengeschnitten wurde, ist das freilich nicht. Aber es ist ein Indiz dafür, dass es zumindest einen ähnlichen Prozess wie die oben genannten Stücke durchlaufen haben *könnte*.

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Beitrag von
JOOCE
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16-09-2011

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4) Im Prinzip ...
... entspräche das Zusammensetzen einzelner Musikpassagen ja dem X-en bei den Hörspieldialogen. Und man darf vielleicht auch nicht vergessen, dass Orchester ihre Werke sowieso in Abschnitten üben und besprechen. Wenn es also an Zeit oder Fingerfertigkeit mangelt, dann wäre es nur logisch, auch passagenweise aufzunehmen.
Ein weiteres Indiz war für mich immer der seltsame Schluss von "Aufbruch und Verfolgungsjagd". Es klingt in meinen Ohren eben wie so ein völlig offenes Fragment, das man jederzeit erweitern könnte. Fast so, als wären die Stücke auch passagenweise komponiert worden. So eine Arbeitsweise böte viel Platz zum Experimentieren.
Ich hatte zudem sowohl bei vielen Bohnstücken, als auch bei den sinfonischen Werken oft den Eindruck, dass die Aufnahmen noch in separaten Spuren vorlagen. So erklärt es sich vielleicht, dass dieselben Einspielungen in manchen Hörspielen sehr anders klingen, einfach weil die Instrumentengruppen unterschiedliche Lautstärke- und Panorama-Anpassungen durchlaufen. Solche Einstellungen waren ja damals nicht speicherbar. Auf Unterschiede im Timing bin ich allerdings nicht gestoßen, soweit ich mich erinnere (höchstens beim Album "StarWars - Galactic Music"). Aber ich habe mich auch längst nicht so intensiv mit Rekonstruktionen beschäftigt, wie Du, Jooce. Sehr interessante Sache!

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Beitrag von
BONDURKAN
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16-09-2011

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5) Orchester & Mixing ...

bondurkan schrieb: »Und man darf vielleicht auch nicht vergessen, dass Orchester ihre Werke sowieso in Abschnitten üben und besprechen.«


Das ist korrekt!

bondurkan schrieb: »Wenn es also an Zeit oder Fingerfertigkeit mangelt, dann wäre es nur logisch, auch passagenweise aufzunehmen.«


Obschon ich denke, dass das ein Mittel der allerletzten Wahl ist, denn es schließt eine weitere Nachbearbeitung mit ein, die heikel ist und wieder Kosten verursacht. Das oben genannte »Gulliver«- Beispiel zeigt zumindest, dass auch nicht zusammengeschnittene Einzel-Takes verwendet wurden.

bondurkan schrieb: »Ein weiteres Indiz war für mich immer der seltsame Schluss von "Aufbruch und Verfolgungsjagd". Es klingt in meinen Ohren eben wie so ein völlig offenes Fragment, das man jederzeit erweitern könnte.«


Ja, ein großes Rätsel. Einige Aufnahmen klingen regelrecht »abgebissen« am Ende.
So mancher Schluss hört sich an wie der Anfang eines anderen Titels. So als wären das einzelne Sätze einer größeren Orchester-Suite. Außerdem sind wiederkehrende Melodien in einigen Aufnahmen erkennbar, die diese wie Variationen auf ein Hauptthema erscheinen lassen.

bondurkan schrieb: »Ich hatte zudem sowohl bei vielen Bohnstücken, als auch bei den sinfonischen Werken oft den Eindruck, dass die Aufnahmen noch in separaten Spuren vorlagen.«


Mindestens in zwei Spuren - nämlich links & rechts für Stereo-Sound.
Scherz beiseite: mir ist in all den Jahren nicht einmal der Beweis für unterschiedliche Abmischungen der Orchesterwerke untergekommen. Bin mir sehr sicher, dass hier immer ein und dieselben Stereo- Masters verwendet wurden. Was den Eindruck bei dir ausgelöst hat, war vielleicht der Umstand, dass die Musik im Hörspiel nicht selten von folgenden Faktoren beeinflußt war:

Tempo-Unterschiede
Kanäle:
a) Mono-Fassung
b) Vertauschte Stereo-Kanäle
c) Nur linker oder nur rechter Kanal
d) Stereo-»Deformation«
Phasen-Invertierung
Zusätzliche Soundeffekte (Hall, Echo, Flanger etc.)
Rückwärtiges Abspielen
Mit Stereo-»Deformation« ist folgendes gemeint. Gesetzt den Fall, dass wir ein Hörspiel abmischen wollen und dafür einen Mehrkanal-Mischpult mit Mono-Kanälen benutzen. Für jeden Mono-Kanal gibt es einen sogenanntes Panorama-Potentiometer (kurz Panpot). Das ist ein Drehknopf mit dem man einstellt, wo das Signal im Stereo-Endmix stehen soll. Unsere Musik ist natürlich stereophon, daher belegen wir 2 Kanäle, je einen für links und rechts. Am Mischpult muss man dann selbstverständlich die Panpots richtig einstellen, und zwar auf *ganz links* bzw. *ganz rechts*. Unterlässt man dies, wird das ursprüngliche Stereobild »deformiert«. Das ärgerlichste Beispiel, dass ich dazu anbringen kann, findet sich auf der DVD »Die drei ??? im Museum«. Es war zwar schön, während einer der Galeriefahrten einen der Orchester-Klassiker fast vollständig hören zu können. Aber leider wurden die Panpots hier nur zu einem geschätzten Viertel gedreht. Die Musik hat dort nicht die aus den Hörspielen bekannte Breite. Ein "Epic Fail" in meinen Ohren.
Noch tückischer ist allerdings die Phasen-Invertierung.
Phasen-Invertierung liegt dann vor, wenn die Welle des Audiosignals auf der vertikalen Achse gespiegelt ist (horizontale Achse würde »rückwärts« bedeuten). Ein Wellenberg wird dadurch zum Wellental. Das hat bei der Wiedergabe den Effekt, dass eine Lautsprecher-Membran nicht nach außen sondern nach innen schwingt. Hörbar ist das für Normalsterbliche (mich eingeschlossen) nicht. Problematisch wird's erst dann, wenn nur *ein* Kanal invertiert ist. Beim Hören über Boxen kann dann der Effekt entstehen, dass bestimmte Elemente der Aufnahme plötzlich »verschwinden«, während man im Raum wandert. Das liegt daran, dass bestimmte Frequenzen, die auf beiden Kanälen vorhanden sind, sich gegeneinander aufheben - klassische Wellendynamik steckt dahinter: zwei gleichfrequente Wellen mit entgegengesetzter Phase heben sich vollständig auf. Mixt man solch ein phasenkorrumpiertes Signal auf Mono runter, ergibt sich der akkustische Super-GAU: das Stück hört sich wie eine Neuabmischung an, weil alles was sich zuvor in der Stereo-Mitte befunden hat, hinterher vollständig eliminiert bzw. stummgeschaltet ist. Alles was halb-mittig war, ist deutlich abgeschwächt. Nur die Signale, die deutlich am Stereo-Rand waren, sind noch so deutlich wie zuvor. Beim Endkonsumenten (also bei uns) kann sowas auftreten, wenn man seine Boxen mit der falschen Polung anklemmt. Im Studio passiert das, wenn man irgendwo ein falsch gepoltes Kabel einsetzt - im Fall Studio EUROPA bei der Mischpult-Konfiguration für den finalen Hörspielmix. Gerade bei den '80er-Hörspielen hab ich das häufig entdeckt, so als ob da ein unentdecktes, defektes Kabel jahrelang beim Bridgen des Mischpults immer wieder verstöpselt wurde. Und Abspielen von einem Mono-Kassettenrekorder reicht aus, um diesen Stummschalt-Effekt hervorzurufen.
Sorry, der Exkurs war jetzt etwas länger. Aber einen hab ich noch ...
... und zwar bei >> "Bohn gegen Moss"

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Beitrag von
JOOCE
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19-09-2011

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6) "Cloudburst" ...
Junge, Junge, Du kennst Dich ja richtig aus. Hast Du auch beruflich mit Tontechnik zu tun oder bist Du reiner Hobby-Mixer? Wenn Du Dich mit Phaseninvertierung auskennst, dann hast Du sicher schon das ein oder andere Mischpult gesehen.

Jooce schrieb: »Scherz beiseite: mir ist in all den Jahren nicht einmal der Beweis für unterschiedliche Abmischungen der Orchesterwerke untergekommen. Bin mir sehr sicher, dass hier immer ein und dieselben Stereo- Masters verwendet wurden.«


Naja, das Klangbeispiel, das mich vor Urzeiten auf Mehrspurversionen der Orchesterstücke gebracht hatte, wurde grad auf dem You-Tube-Kanal von > The Noise Tracker < online gestellt:
Mir war irgendwann mal aufgefallen, dass der Schlussteil des Stückes Cloudburst (frei nach Ferde Grofés gleichnamigen Finalsatz aus der Grand Canyon Suite, Bild) in mindestens drei verschiedenen Versionen vorkommt. Im einen Schlussteil dominiert auf der 1. Zählzeit immer ein Basston und ein hoher Bläserakkord. Bei der anderen Version wurden diese Instrumente fast komplett ausgeblendet, stattdessen schieben sich Beckentuschs und Paukenschläge in der Vordergrund. In weiteren Varianten sind plötzlich insgesamt viel mehr Instrumente im Spiel, so als wären noch ein paar Overdubs hinzugekommen. Zu Beginn der B-Seite von Die Drei ??? und der Phantomsee fehlt im Intro des Stückes z.B. der tiefe Klaviertriller usw..
Ich habe nie genau untersucht, ob es sich um komplett unterschiedliche Einspielungen oder nur um Mix-Varianten handelt. Mir war aber so, als hätte die Hörspielregie die verschiedenen Instrumentenspuren immer noch separat nachregeln können. Zwei der genannten Varianten wurden im Noisetracker-Video rekonstruiert.
LUNA hat für uns die Direktvergleiche von Intro und Mittelteil ausgespuckt:

Beitrag von
BONDURKAN
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18-11-2011
12-12-2011

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Vergleich: "Cloudburst" INTRO
Vergleich: "Cloudburst" MITTELTEIL
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Die beiden Klangbeispiele sind wie folgt zuzuordnen:
Hörbeispiel 1:

Vergleich des Cloudburst-Intros von Version 1 und Version 2: (Rekonstruktion: Noisetracker)
- Der tiefe Klaviertriller fehlt in Version 2 komplett.
Hörbeispiel 2:

Vergleich des Cloudburst-Mittelteils von Version 1 und Version 2: (Rekonstruktion: Noisetracker)
- Die Figur der Holzbläser wird in Version 1 zu Beginn offenbar eingefadet.
- In Version 2 sind hohe Blechbläserakkorde hinzugekommen.
EUROPA  9) Das MITTLERE AUGE
Die zweite Version dieses Stückes wird auch in Commander Perkins 9) eingesetzt.

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7) Klau'dburst ...

bondurkan schrieb: »Hast Du auch beruflich mit Tontechnik zu tun oder bist Du reiner Hobby-Mixer? Wenn Du Dich mit Phaseninvertierung auskennst, dann hast Du sicher schon das ein oder andere Mischpult gesehen. «


Ich bin reiner Freizeit-Tüftler. Hab aber tatsächlich schon einige Mischpulte besessen.
Du kennst drei Varianten? Interessant, denn mir sind bislang nur die beiden Versionen aus dem Video aufgefallen. Ich bin da (noch) etwas skeptisch, was diese dritte Fassung anbelangt. Könntest du eine Hörspielreferenz nennen, anhand dessen man das nachvollziehen kann?

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Beitrag von
JOOCE
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01-12-2011

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8) Noch ein De-Börst-Klau? ...
Grüß Dich, Jooce!
Wie gesagt, ich habe meinen Eindruck nie überprüft und die Europa-Hörspiele längst nicht so genau erforscht, wie Du. Wenn Du daher sagst, dass es nur zwei Varianten gibt, dann ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Ich habe die verschiedenen Versionen z.B. auch nie übereinander gelegt, um anhand des Timings zu kontrollieren, ob es sich um unterschiedliche Einspielungen oder Mix-Varianten derselben Einspielung handelt. Das könnte man natürlich alles machen.
Hörspielreferenzen für Musikvarianten kann ich Dir aus dem Stehgreif auch nicht nennen. Da müsste ich noch mal sehr tief in mich gehen. Aber bei dieser Gelegenheit fällt mir ein, dass vor ein paar Jahren zufällig eine andere lustige Parallele in mein Öhrchen sprang:
Es gibt von "Bert Brac" noch ein anderes, womöglich "Cloudburst"-verwandtes Stück, dessen akustischer Doppelgänger mir einmal im Fernsehen begegnet ist. Und zwar beim britischen Serien-Klassiker "Mit Schirm, Charme und Melone" ("The Avengers") aus den 60ern.
Gut anschnallen! ...

Beitrag von
BONDURKAN
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03-12-2011

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1979 - Die drei ??? / Bert Brac
1967 - The Avengers / Laurie Johnson
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Die beiden Klangbeispiele sind wie folgt zuzuordnen:
Hörbeispiel 1:

Die A-Seite des ersten Drei-Fragezeichen-Hörspiels von 1979 endet mit einem bedrohlichen Telefonanruf: Der Juniordetektiv Justus Jonas wird von einer unbekannten Frauenstimme vor der Lebensgefährlichkeit seiner Ermittlungsarbeit gewarnt. Die trillernde Schauermusik unterstützt die bedrohliche Situation.
Hörbeispiel 2:

Hier ist ein Tonausschnitt der Folge "The Fear Merchants" (5.02) aus der Agentenserie "The Avengers" zu hören. In der Szene wird der geschwindigkeitsempfindliche Firmenboss Crawley von seinem Chauffeur umgebracht, indem dieser unbarmherzig den Bleifuß spielen lässt.
Die putzige, oft jazzartige Serienmusik wurde zunächst von Johnny Dankworth und ab 1965 von Laurie Johnson komponiert. Die meisten Stücke wurden vielfach in den späten Staffeln der britischen TV-Produktion wiederverwendet.

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9) "Hummelflug" ...
... wird's von vielen Fans genannt und ist sogar »vollständig und ungekürzt« auf der RdK-Fassung von Larry Brent 9 enthalten.
Bin beeindruckt!
Die Ähnlichkeit ist frappierend. Die Serie ist mir bekannt, hab sie aber nie so recht verfolgt. Kam das nur in dieser Folge vor? Dann möcht' ich meinen, dass das purer Zufall ist. Wenn das aber reguläre Musik wäre, sähe die Sache schon anders aus.
Werde mal versuchen herauszufinden, ob der Soundtrack von The Avengers, Season 5 irgendwann mal veröffentlicht worden ist.

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Beitrag von
JOOCE
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03-12-2011

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10) Mors Mors ...
Purer Zufall - davon würde ich ehrlich gesagt auch ausgehen. Wahrscheinlich entsteht diese Stimmung schon, wenn einfach genügend Saiteninstrumente unisono einen wirbelnden Triller spielen. Die Avengers-Version wird in vielen Episoden von Staffel 5 und 6 verwendet, allerdings ist genau diese Stelle eher selten zu hören und der Charakter des Stückes ändert sich danach recht stark, so dass keine weiteren Ähnlichkeiten mit Bert Brac auftauchen. Beim ersten Hören habe ich damals aber nicht schlecht gestutzt.

Jooce schrieb: »Hummelflug wird's von vielen Fans genannt und ist sogar 'vollständig und ungekürzt' auf der RdK-Fassung von Larry Brent 9 enthalten.«


Ach richtig, auf der Larry-Brent-9)-CD hatte Computer LUNA das Stück ja auch längst geortet.
Es ist bei den > hauseigenen EUROPA-Soundtracks < sogar mit Hörprobe gelistet.

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Beitrag von
BONDURKAN
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03-12-2011

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11) Scores Scores ...
Also eine akustische Selbstähnlichkeit.
Hast aber dein aufmerksames Ohr gut unter Beweis gestellt.
Ergebnis der Soundtrack-Recherche: Ich hab ein > Silva-Album < gefunden, das den TV-Score enthält. Scheint das einzige dieser Art zu sein. Netterweise mit Tracklisting inkl. Episoden-Titeln. "The Fear Merchants" ist nicht enthalten. Außerdem ist er von Howard Blake. Ist also vermutlich kein Material aus Season 5 und 6 enthalten, richtig?

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Beitrag von
JOOCE
. . . . . . . . . . .
04-12-2011

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12) Hidden Tiger ...
Korrekt, auf dem genannten Album ist das Stück definitiv NICHT zu finden, vermutlich befindet sich darauf nur Musik aus Staffel 6. Jedoch könnte sich das gesuchte Werk hier verstecken:

> The Music Of Laurie Johnson VOL.1 <

In der Trackliste von CD 1 tauchen zum Beispiel zwei Titel namens "Hidden Tiger" auf, bei denen ich die gesuchte Passage vermuten würde. (Vielleicht ist das Stück ja so schwer zu finden, weil es eben gut "hidden" ist. Harrharr.)
Weil ich nun ja auch etwas tiefer in den Recherche-Exkurs eingestiegen bin, muss ich meine Ausführungen übrigens noch berichtigen: Komponist Johnny Dankworth war offenbar nur für die ersten drei Avengers-Staffeln zuständig. Er wurde abgelöst von Laurie Johnson, der den bekanntesten und populärsten Musikstil von Staffel 4-6 prägte. Was ein Howard Blake damit zu tun hatte, weiß ich leider nicht, vermutlich trat er dann Laurie Johnsons Erbe an und trug ab Staffel 6 zusätzliche Stücke bei. Vielleicht wäre es für die BBC leichter gewesen, ein Pseudonym für sämtliche Musiken zu wählen. Sowas wie ... "Burt Brach".
Die Angaben zu den entsprechenden Klangbeispielen in > Beitrag 8) < habe ich inzwischen korrigiert. Außerdem hat LUNA den > Beitrag 6) < zum Stück "Cloudburst" erneuert, weil das NoiseTracker-Video derweil leider gesperrt wurde.

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Beitrag von
BONDURKAN
. . . . . . . . . . .
12-12-2011

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13) Zombie-Orchester ...
Der Link ist gut, da dort auch Hörbeispiele vorhanden sind. Klingt sehr interessant.
Johnson hat übrigens die Titelmelodie komponiert, daher ist sein Name auf dem Silva-Album von Blake mitaufgeführt. Blake war so 'ne Art »Lückenbüßer« als Entlastung für den regulären Komponisten der sog. »Tara King Season«. Die CD dürfte alle Blake-Episoden abhandeln. BTW: Howard Blake hat auch den orchestralen Score für den 1980er »Flash Gordon«-Streifen komponiert.
Zurück zum Hauptthema:
Hier ein Link zur Titelmelodie von > Insel der Zombies < .
Der Schluss dieses Stückes ist ein weiteres Beispiel für die typisch »abgebissenen« Themen à la »Cloudburst«, so als ob jemand dem Komponisten die Feder aus der Hand gerissen hätte.

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Beitrag von
JOOCE
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18-12-2011

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