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3) TV-Serie und Hörspielreihe im Vergleich ...
"So, da wären wir also auf dem Mond"
(General Crinian bei seinem Delta-4-Einsatz in Folge 3)
Natürlich kann man eine Fernsehserie nur bedingt mit den Commander-Perkins-Hörspielen vergleichen. Dennoch stelle ich mir vor, dass die Assoziationen, die mit Stationsnamen "Delta-4" und einem "Commander" als befehlshabenden Titelhelden durchaus beabsichtigt waren.
"Mondbasis Alpha 1" ist an sich recht originell geworden und Commander Perkins kam mir immer vor, wie die perfekte Mischung aus dieser und der amerikanische Fernsehserie "Time-Tunnel". Doch lustigerweise überzeugt Franciskowskys Ideen-Remix inhaltlich an vielen Stellen mehr, als beide TV-Produktionen zusammen.
Zum Beispiel erscheint die Reisegeschwindigkeit des Mondes bei "Alpha 1" einfach viel zu hoch, wenn man nach der Anzahl der Fremdwelten geht, an dem er quasi "vorbeifliegt".
Von daher hat Francis gut daran getan, das Szenario einer Mondbasis mit der Erfindung eines Dimensionsbrechers zu kombinieren.
Übrigens werden in "Mondbasis Alpha 1" mehrfach außerirdische Dimensionsbrecher-Technologien "gefunden", um bei den Einzelgeschichten gewisse dramaturgische Probleme zu umgehen. Leider hält sich der Einfallsreichtum der Autoren dabei in Grenzen.
"Beamen" war ja schon immer ein guter Problemlöser für Science-Fiction-Umsetzungen und Francis hat dieser Technik schlauerweise auch innerhalb der Geschichten einen angemessenen, nämlich einzigartigen Stellenwert verschafft. (So wurde es beispielsweise auch in "Time-Tunnel" angelegt, wobei die Grundidee noch viel älter sein mag.) Francis ging sogar noch einen wichtigen und logischen Schritt weiter: Der Dimensionsbrecher wird von denjenigen als Gefahr eingestuft, die diese Technologie eben nicht besitzen.
Der Erstkontakt mit einem anderen Sternenvolk ist etwas ganz Besonderes und Seltenes bei Commander Perkins und gerade diese Tatsache läßt die Handlung der Hörspielserie irgendwie glaubhafter wirken.
Bei der Umsetzung haben Hörspiele noch den entscheidenden Vorteil, dass man fremde Welten nicht nicht aus Pappe und Holz zusammenbauen muss, sondern sich auf seine Fantasie verlassen kann. Die TV-Serie kann mit den Special Effects aus heutiger Sicht nicht unbedingt überzeugen, aber im Rahmen der Nostalgie stört dies natürlich keinen großen Geist.
Dass Francis und Körting dennoch die bereits realisierten Bilder der beliebten TV-Serie benutzen wollte, um für Commander Perkins einen schnellen Zugang in den Köpfen der Zielgruppe zu erlangen, merkt man an der fadenscheinigen Begründung, weshalb der Hauptschauplatz "Delta-4" sich überhaupt auf dem Mond befinden muss:
"Der Dimensionsbrecher funktioniert nur hier im freien Raum,
weit ab vom Störfaktor Erde."
(Professor Common im Perkins-Debut)
Tja, die einfachsten Erklärungen funktionieren eben oft am besten. Gut gemacht!
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Beitrag von:
BONDURKAN
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20-05-2004
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